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Kiefergelenk-Sprechstunde – CMD

Chronische Schmerzen scheinen ein typisches Merkmal unserer modernen Zivilisation geworden zu sein. Unzählige Menschen leiden an anhaltenden oder häufig wiederkehrenden schmerzhaften Beeinträchtigungen.

  • 54 Mio. Menschen in Deutschland sind von Kopfschmerzen betroffen
  • 2,4 Mio. davon täglich
  • 85% aller Schmerzmittel werden gegen Kopfschmerzen eingesetzt
  • 200 Mio. Packungen Schmerzmittel werden pro Jahr gebraucht (ca. 0.7 Mrd. Euro)
  • 3 Mio. Menschen in Deutschland leiden unter Tinnitus

Als mögliche Ursache kann oft eine Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD) diagnostiziert werden.

Was ist CMD?

Die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (kurz CMD) ist die Ursache einer Vielzahl unterschiedlicher Krankheitssymptome, die leider zu selten erkannt werden. Der Begriff CMD setzt sich aus den Wörtern “Cranium” (Schädel), “Mandibula” (Unterkiefer) und “Dysfunktion” (Fehlfunktion) zusammen.

Wie merke ich, dass es sich bei meinen Schmerzen um eine CMD handeln könnte?

CMD ist kein einheitliches Krankheitsbild. Die folgenden Symptome könnten Zeichen für eine Dysfunktion sein:

  • chronische Kopfschmerzen (öfters als 1x in der Woche)
  • einseitige Kopfschmerzen, Migräneattacken
  • Kieferschmerzen, Kiefergelenkschmerzen beim Kauen, Gähnen und Sprechen
  • Knacken des Kiefergelenks einseitig oder beidseitig
  • Gesichtsschmerzen
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • unklare Bisslage der Zähne
  • nächtliches Pressen oder Knirschen der Zähne mit deutlichen Abnutzungen an Zähnen, Wangen und Zunge
  • Kaudruckempfindliche Zähne
  • Zahnschmerzen, für die es keine sinnvolle Erklärung gibt
  • Zahnwanderung/ Zahnlockerung
  • Keilförmige Defekte an den Zahnhälsen
  • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Ohrgeräusche, Tinnitus
  • wiederkehrende, therapieresistente Schulter-, Rücken-, Nackenschmerzen
  • Augenflimmern/ Lichthypersensibilität

Die Gewissheit ob eine CMD bei Ihnen vorliegen könnte, kann Ihr Zahnarzt durch ein kurzes Screening geben.

Wie kann mir die Kiefer/Kiefergelenk-Sprechstunde helfen?

Generell kann die CMD in zwei Formen unterschieden werden: die akute und die chronische Form. Beide benötigen für die Therapie unterschiedliche Herangehensweisen. Während die akute Form vornehmlich direkt auf dem Zahnarztstuhl behandelt werden kann, wird bei der chronischen Formen der CMD ein enges Zusammenwirken verschiedener Spezialisten für eine erfolgreiche Behandlung benötigt.

Wie behandelt man eine CMD?

Zunächst wird eine manuelle Funktionsanalyse durchgeführt. Neben der Kopf- und Körperhaltung des Patienten werden vor allem die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk auf ihre Druckempfindlichkeit untersucht.
Nach der Funktionsanalyse beginnt die eigentliche CMD-Therapie. In den meisten Fällen wird zuerst eine Aufbissschiene angefertigt. Sie muss regelmäßig getragen werden, schafft jedoch meist innerhalb kürzester Zeit Abhilfe.
Viele Patienten entschließen sich anschließend dazu, ihre Bisslage dauerhaft korrigieren zu lassen um nicht dauerhaft auf eine Aufbissschiene angewiesen zu sein. Die notwendigen Behandlungen hierfür sind dabei von Patient zu Patient unterschiedlich.
Manchmal genügt bereits das Einschleifen eines einzelnen Zahnes oder mehrerer Zähne, in anderen Fällen müssen mehrere Zähne mit Onlays oder Kronen versehen werden, um die korrekte Bisslage wiederherzustellen.
Bei zahnlosen Patienten kann eine Prothese so angepasst werden, dass der Biss wieder stimmt.

Leistungen innerhalb der Kiefer/Kiefergelenk-Sprechstunde 

  • Patientenberatung zu den Themen Funktion der Zähne, Okklusion und Kiefergelenk-Symptomatik
  • Koordination mit Fachärzten und Therapeuten: Zahnärzten, Kieferorthopäden, Radiologen, HNO-Ärzten, Orthopäden, Physiotherapeuten, Ostheopaten und Heilpraktikern

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird dieses – international anerkannte – schulmedizinische Behandlungskonzept noch nicht übernommen und leider auch nicht unterstützt. Die gesetzlichen Krankenkassen erkennen nur den Bedarf von symptombezogenen Therapien an. Die privaten Krankenversicherungen bezuschussen den individuellen Patienenversicherungsanteil und die diagnostisch-ursächliche Therapie.